Evangelisches Gemeindehaus, Hinter den Gärten 9, Leonberg-Warmbronn

Duo Alexander: Alexander Scherf (Violoncello) und Alexander Puliaev (Cembalo)

gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Warmbronn veranstaltet

Eintritt frei – Spenden erbeten (Richtsatz 10,- € zur Finanzierung der Gagen erbeten)

 

Alexander Puliaev und Alexander Scherf; Foto: Vincent Nanteza

Den Cellist Alexander Scherf und den Pianist und Cembalist Alexander Puliaev verbindet seit einigen Jahren eine kammermusikalische Partnerschaft. Als „Duo Alexander“ haben sie in zahlreichen gemeinsamen Auftritten einen charakteristischen Klang erarbeitet und musizieren auf historischen Instrumenten.
Für das Warmbronner Konzert haben sie das barocke Programm „Very British – Kammermusik am Hofe Fredericks, Prince of Wales“ einstudiert, mit Werken von Johann Ernst Gailliard, Francesco Geminiani, Willem des Fesch, Giovanni Bononcini, Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi.

 

Zum Programm:

London unter der Herrschaft von George III. war der Schauplatz heftigster Machtkämpfe und Intrigen. Königshof, Parlament und Aristokratie standen in leidenschaftlicher Rivalität. Was auf politischer Ebene zu Krisen führt, ist jedoch für die Künste eher förderlich. Das Bedürfnis nach Repräsentation und immer neuen musikalischen Ereignissen lockt zahlreiche Musiker, Sänger und Komponisten aus ganz Europa in die britische Hauptstadt. Führend ist der italienische Geschmack, vertreten durch Komponisten wie Geminiani und Bononcini, aber auch Händel trifft diesen Gusto aufs Beste in seinen erfolgreichen italienischen Opern.
Im Zentrum des öffentlichen Interesses steht die Rivalität zwischen dem Opern-Unternehmen Händels, das vom König unterstützt wird, und demjenigen Bononcinis, das unter der Patronage Fredricks, Prince of Wales steht, der sich mit seinem Vater George publikumswirksam überworfen hat. Das Publikum selbst ist geradezu gespalten in die verfeindeten Parteigänger Händels und die Bononcinis.
Nicht nur die Oper, auch die Musik für das Cello profitiert von Frederick, der ein ambitionierter Amateur-Cellist war – wie übrigens viele der Prinzen nach ihm bis hin zum aktuellen Thronfolger.

 

Zu den Musikern:

Alexander Scherf, Violoncello, erlernte sein Handwerk an den Hochschulen von Düsseldorf und London und tourt seitdem mit Concerto Köln rund um den Globus. Dabei war er zu Gast in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, der Tonhalle Zürich, dem Théâtre des Champs Élysées Paris, Concertgebouw Amsterdam und Barbican Centre London sowie bei wichtigen Festivals.

Alexander Puliaev, Cembalo, studierte Klavier in seiner Heimatstadt St. Petersburg und am Moskauer Konservatorium, bevor er sich am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam den historischen Tasteninstrumenten zuwandte. Er war Preisträger beim Internationalen Cembalowettbewerb in Warschau und konzertiert seitdem als gefragter Solist und sensibler Kammermusikpartner auf internationalen Podien. Seit 1998 unterrichtet er zudem an der Musikhochschule Köln – Abteilung Wuppertal. Seine soeben erschienene Neuaufnahme von Bachs Goldbergvariationen wird von Fachpresse und Medien sehr gelobt. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Dorothee Oberlinger, Anton Steck, Hille Perl und Vittorio Ghielmi.